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Wer bin ich?



Hey.


Ich bin mir sicher, nicht alleine zu sein, wenn ich sage, dass ich der Frage Wer bin ich? auf den Grund zu gehen versuchte. Hat jemand eine Antwort gefunden? Nein? Ich auch nicht. Also stellen wir uns die Frage anders: Wer wollen wir sein? Wissen wir das, können wir uns erahnen, wer wir sind, denn wenn wir uns wünschen, jemand zu sein, dann sind wir nicht so. Daraus resultiert, dass wir immerhin schon sagen können, wer wir nicht sind. Aber was bringt uns das? Zu 99%iger Sicherheit werden nun viele von euch sagen: Gar nichts. Aber das ist falsch. Grundlegend falsch. Wer weiß, wer er nicht ist, er aber unbedingt sein möchte, dann weiß er, was er verändern muss. Und fangen wir nun an zu rechnen - rechnen, was ein Wort, in dem Denken eines Menschen ist rechnen ein Fremdwort -, können wir darauf schließen, wer wir sind. Mathematik mit Zahlen ist etwas anderes, das stimmt. Aber wir gehen von hoher Mathematik aus, und die muss sehr weit heruntergebrochen werden, bis sie für alle mit Zahlen ersichtlich wird.

Back to topic (wer keine theologischen und philosophischen Denkweisen verstehen möchte oder mangels Bildung nicht kann, soll die nächsten Absätze überlesen):

Als sehr nachdenklicher Mensch habe ich auch schon versucht, zu ergründen, warum wir nicht wissen, wer wir sind. Dabei wurde ich unterstützt von meinem Religionslehrer. Durch ihn kam ich auf den Gedanken, dass man sich selbst niemals kennenlernen kann. Das ist gar nicht möglich, denn in der Sekunde, in der wir denken, uns zu kennen (kennenzulernen), sind wir schon wieder anders als in der Sekunde davor, die wir ja gerade glaubten, kennengelernt zu haben. Oder ist meine Denkweise in die falsche Richtung?

Siegmund Freud sagt über die Psyche des Ichs: Wir sind geleitet von Normen und Wertvorstellungen. Bedeutet: Wir versuchen uns danach zu richten, was die Allgemeinheit von uns verlangt. Ich schränke dies nun soweit ein, dass der Mensch dies solange verlangt, bis er erkennt, dass er gar nicht sein muss, wie die Gesellschaft es von ihm verlangt, sondern er sich so entwickeln kann, wie er will, denn er selbst gehört zur Gesellschaft - und er kann auch von sich selbst verlangen, etwas zu sein, das ihm am besten gefällt. Ich nenne diesen Akt: Die nachdenkende Psyche
Im Alter vor der nachdenkenden Psyche sind wir Kinder jungen Alters. Wir wissen zu laufen, zu schreien, zu sprechen (meistens) und können Dinge greifen. In dieser Zeit ist uns alles egal, das irgendwie mit Psyche und Menschheit zu tun hat, auch wenn unsere Instinkte uns gewisse denkweisen vorweg nehmen, die wir als Kinder nicht bewusst verfolgen, sondern einfach leben. Deshalb können Kinder die Sorgen der Eltern oft nachvollziehen und tun Dinge, die man von Kindern jugendlichen Alters zunehmend seltener erlebt. (Beispiel: 5-jähriges Kind sieht: Eltern traurig, weil kein Geld, Kind nimmt sein Sparschwein und sagt: Hier, für die Schulden!) In dieser Zeit ist das Kind von Instinkten geleitet also von uns im Unterbewusstsein eingebrannten Leitfäden, die uns sagen, was wir machen müssen. Wir können nicht wiedersprechen, es sind Dinge, die auch unser Denken im Griff haben. Instinkte sind grundsätzlich Überleben, Fortpflanzung und Bildung (wo auch Laufen und Sprechen dazu gehören). Alles weitere ist schwerer zu definieren und hängt von verschiedenen Sichtweisen ab (wo wir wieder in der nachdenkenden Phase sind), auf die ich nun nicht weiter eingehen möchte.
Die zuvor erklärte Überlebensphase (nennen wir sie einfach mal so: Wir schreien, wenn wir Hunger haben und folgen - ohne die schulische Aus'bildung' - unserem Trieb, zu überleben) leitet ein in die nachdenkende Phase und gibt später Aufschluss darüber, warum das Über-Ich in unser Leben tritt.
Das Über-Ich entscheidet über die Antwort der Eingangsfrage, wer man denn nun eigentlich ist. Das Über-Ich, also unser Denken, unser Handeln und unser Gewissen (Achtung, Gewissen ist nicht gleich Unterbewusstsein und Instinkte). Dieses Denken ist logisch, menschlich oder egoistisch. Logisch ist es, wenn es das Beste für die meisten tut. Menschlich (sozial) ist es, wenn es den Ärmsten das Beste gibt und egoistisch, wenn es das Beste einem selbst gibt. Man könnte hier zwar zwischen unendlich vielen Perspektiven unterscheiden, aber wir sind milde in der Mathematik und brechen herunter. Das Handeln richtet sich - bei Bewusstsein - nach dem Denken, andernfalls - bei Ohnmacht (Bewusstlosigkeit) richtet es sich nach den Instinkten aus oben beschriebener Überlebensphase oder aus dem Gewissen, das von Erfahrungen und Erlebnissen (sowohl positive als auch negative) beeinflusst wird. Diese Erlebnisse können auch in der Überlebensphase vorgekommen sein, haben unser Gewissen aber so stark beeinflusst, dass sie das Gewissen fundamental beeinflussen und uns den Charakter zuteilen. In dieser Phase erklärt sich unser "Ich" als solches. (Hier endet dann auch die Theorie Freuds, der dieses Gesamtpaket aus Über-Ich auf der einen Seite und instinktives Denken auf der anderen Setie als Ich definiert. Leider. Denn dazu gehört ja noch mehr, wenn man mich fragt, aber mich fragt ja niemand außer mir selbst. Um noch ein abschließendes Wort zu Freud zu sagen: Er behauptet, in dieser Phase kontrollieren wir uns so gut, dass wir Triebe blockieren, aufschieben oder sogar ganz in den Schatten stellen können - denn wir sind Menschen, die nach Bewusstsein handeln. Das sehe ich ein wenig anders, darauf möchte ich aber noch nicht eingehen.)
Wir kommen zur kritischen Phase in der ein Mensch all das hinterfragt, das in seinem Leben passiert ist, das er aufrollt und wieder zurollt, dass er vergisst, vergessen will, nie wissen wollte, und noch wissen wird. Darauf brauchen wir wohl kaum einzugehen, denn Erwachsene sind Menschen, die unsere Gesellschaft beeinflussen, also von uns verlangen, jemand zu sein, der ihnen passt - dabei passen sich die meisten Erwachsenen selbst kaum bis überhaupt nicht. Also denken wir über diese Phase hinaus und kommen zur Phase vor dem Tod. Die Phase, in der wir alt genug sind, unser Denken wieder darauf zu richten, was uns erwarten wird, wenn wir sterben. Diese Phase ist schlicht und eigentlich die einfachste Phase. In dieser Phase spiegelt sich der Kindheitscharakter am meisten wieder, denn hier sind wir teilweise senil und unbewusst, sodass unser Unterbewusstsein handelt. Es geht nun zwar weniger um instinktives Handeln, wir wissen aber, was Menschen wollen und brauchen - dies nutzen hauptsächlich Frauen dazu auf, anderen, besonders schwächeren und jüngeren - helfen zu wollen und all das, das sie geben können, zu vergeben.

(und hier dürfen die, die vorhin keine theologischen/philosophischen Gedankengänge verfolgen wollten, wieder einsteigen)

Achja, Charakter: Wer bin ich? Wonach richtet sich das Ich?
Hier kommt ein weiteres Problem auf uns zu: Was gehört zu uns und was gehört zu anderen? Was gehört zu uns und was beeinflusst uns von außerhalb? Was gehört zu uns und beeinflusst unser Sein? Fragen über Fragen und niemand behält die Übersicht. Genauso ist auch die Frage nach uns selbst. Es sind zu viele Fragen, die wir allgemein zwar beantworten können, aber nicht auf jeden selbst, denn jeder hat andere Erfahrungen, Kenntnisse, Denk- und Sichtweisen, andere Perspektiven und andere Einstellungen. Das bedeutet: Es gibt einen Fall X, den jeder anders betrachtet, zu dem jeder eine andere Meinung hat und dessen Einflüsse jeder anders gewichtet. Hier sind wir wieder bei der Mathematik, denn zum Fall gehören Variabeln - A, B, C, D, E, F, n... Nun setze Zahlen für die Variabeln ein und du hast die Gewichtung der einzelnen Faktoren, die zu X beitragen. Fertig ist dein Sein. X bist du.

Für die nicht so mathematisch denkenden Menschen unter euch: X (DU) setzt sich aus Dingen zusammen, die du für besser/schlechter, interessanter/unwichtiger oder vorteilhafter/unvorteilhafter hältst. Je nach dem, wie du an eine Lösung für Fall X rangehst, bist du anders definiert.
Gehen wir aber nun davon aus, dass eine Variable (irgendein Wert) sich verändert hat, bist du nicht mehr Du, sondern jemand anderes.

Und nun gehen wir insgesamt davon aus, dass EINE Variable für unendlich viele Zahlen stehen kann, denn man kann zu jeder Zahl schließlich +1 rechnen. Also: A+1, B+1, C+1, D+1, E+1, F+1, n+1, ...
Als Lösung kommt für jede 1 mehr ein höheres (anderes) Ergebnis raus. Logische Schlussfolgerung: Alle Menschen setzen andere Werte für die einzelnen Variablen ein und sind damit anders definiert - wir haben das Individuum erklärt.

Nun stellt sich mir aber eine andere Frage: Wir wollen jemand werden, haben die dafür notwendigen Fähigkeiten und Talente untersucht und möchten unsere derzeitigen Ansichten dem anpassen. Ist dann nicht kontrovers, dass wir nach uns selbst fragen, wenn wir unendlich viele Werte ermitteln müssen, die unendlich sind?

Es gab und gibt auf verschiedensten Plattformen und Medien die Frage: "Was wäre, wenn ...?"
... und nun stellen wir uns zusätzlich die Frage: Was wäre, wenn dies so ist, das aber so? Wie reagiere ich, wenn in Fall X A+3 ist und nicht +1? Wer möchte denn wirklich jeden einzelnen Fall mit jeder einzelnen Variable, also eigentlich unendlich vielen Variablen, durchgehen, um sich selbst kennenzulernen?

Kann man davon ausgehen, dass man (alle), nur um des sich kennenlernens Willen jeden überhaupt erdenklich möglichen (und damit auch jeden sehr unwahrscheinlichen) Fall durchgehen will, nur um zu wissen, wie sie reagieren würden, nur um beschreiben zu können, wer man ist? Um eventuell sogar falsch zu liegen, und dann bei allen Entscheidungen, bei denen man sich (unbewusst oder bewusst sei mal dahingestellt) danach richten möchte, was man über sich weiß?

Ist nicht eigentlich scheiß egal, wer man ist, wenn man weiß, wie man für sich richtig zu entscheiden hat, wenn es drauf ankommt?


#Verwirrung

1.5.14 18:08
 
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